Kosten für Google Street View Aufnahmen —
Google Street View Aufnahmen: Welche Kosten entstehen?
Wer sein Unternehmen mit professionellen Google Street View Aufnahmen präsentieren möchte, stellt sich früher oder später die Frage nach den Kosten. Schließlich klingt ein virtueller 360-Grad-Rundgang zunächst nach einem aufwendigen technischen Projekt. Tatsächlich hängen die Preise jedoch vor allem davon ab, wie groß die Räumlichkeiten sind, wie viele 360-Grad-Aufnahmen benötigt werden und ob zusätzlich ein professioneller Rundgang erstellt werden soll.
Wichtig ist zunächst eine Unterscheidung: Für das Veröffentlichen eigener 360-Grad-Aufnahmen auf Google Maps verlangt Google grundsätzlich keine klassische Aufnahmegebühr. Die eigentlichen Kosten entstehen vor allem dann, wenn ein professioneller Fotograf oder Dienstleister wie Panolocal mit der Aufnahme, Bearbeitung und Veröffentlichung beauftragt wird. Google stellt selbst Möglichkeiten bereit, eigene 360-Grad-Fotos zu veröffentlichen.
Was kostet ein professioneller 360-Grad-Rundgang?
Einen einheitlichen Festpreis gibt es nicht. Anbieter kalkulieren ihre Leistungen unterschiedlich, weshalb die Preise am Markt teilweise deutlich auseinandergehen können.
Für kleinere Betriebe mit wenigen Räumen bewegen sich professionelle 360-Grad-Aufnahmen häufig im Bereich von einigen hundert Euro. Bei größeren Geschäften, Restaurants, Arztpraxen oder Hotels kann der Aufwand entsprechend steigen. Müssen zahlreiche Aufnahmepunkte erstellt, miteinander verbunden und nachbearbeitet werden, wird aus einem einzelnen Panorama schnell ein umfangreicher virtueller Rundgang.
Als grobe Orientierung können für einen kleinen Standort etwa 300 bis 600 Euro anfallen. Bei größeren Räumlichkeiten oder umfangreicheren Rundgängen sind 600 bis 1.500 Euro oder mehr durchaus realistisch. Entscheidend ist dabei weniger die reine Anzahl der Fotos als der gesamte Arbeitsaufwand.
Welche Leistungen sind im Preis enthalten?
Ein seriöses Angebot sollte nicht nur den eigentlichen Fototermin umfassen. Zum Aufwand gehören normalerweise auch die Vorbereitung, die Anfahrt, die Aufnahme der Panoramen und die anschließende Bearbeitung.
Bei einem vollständigen virtuellen Rundgang müssen die einzelnen Standpunkte außerdem sinnvoll miteinander verbunden werden. Der Nutzer soll sich später möglichst logisch durch die Räumlichkeiten bewegen können.
Je nach Anbieter können weitere Leistungen hinzukommen. Dazu gehören beispielsweise die Optimierung einzelner Aufnahmen, das Veröffentlichen auf Google Maps oder die Erstellung eines zusätzlichen Rundgangs für die eigene Website.
Deshalb lohnt sich beim Preisvergleich ein genauer Blick auf den Leistungsumfang. Ein Angebot von 300 Euro ist nicht automatisch günstiger als eines für 500 Euro, wenn beim günstigeren Anbieter beispielsweise Bearbeitung, Veröffentlichung oder Anfahrt zusätzlich berechnet werden.
Wie viele 360-Grad-Aufnahmen werden benötigt?
Das hängt stark von den Räumlichkeiten ab. Für einen kleinen Laden kann bereits eine überschaubare Anzahl von Aufnahmepunkten ausreichen. In einem größeren Restaurant mit mehreren Gasträumen, Eingangsbereich, Bar und Terrasse werden entsprechend mehr Positionen benötigt.
Dabei sollte der Rundgang nicht unnötig mit Aufnahmen überladen werden. Zu wenige Standpunkte können dazu führen, dass der Besucher wichtige Bereiche nicht richtig erfassen kann. Zu viele Punkte machen die Navigation dagegen schnell unübersichtlich.
Ein erfahrener Fotograf kann anhand der Raumaufteilung einschätzen, welche Positionen sinnvoll sind. Ziel ist ein Rundgang, der sich natürlich anfühlt und die wichtigen Bereiche der Räumlichkeiten zeigt.
Kann man Google Street View Aufnahmen selbst erstellen?
Grundsätzlich ja. Google ermöglicht es, eigene 360-Grad-Fotos zu erstellen und auf Google Maps zu veröffentlichen. Dabei müssen die Aufnahmen allerdings bestimmte technische Anforderungen erfüllen. Google nennt unter anderem eine Mindestauflösung von 7,5 Megapixeln, ein Seitenverhältnis von 2:1 und weitere Qualitätsanforderungen.
Für einzelne 360-Grad-Fotos kann das eine interessante Möglichkeit sein. Wer allerdings einen professionellen Rundgang für ein Unternehmen erstellen möchte, sollte den zusätzlichen Aufwand nicht unterschätzen. Kamera, Stativ, Positionierung, Beleuchtung, Bildqualität und die spätere Verknüpfung der Aufnahmen spielen eine Rolle.
Hinzu kommt, dass Google aktuell darauf hinweist, dass 360-Grad-Videos aus Innenräumen nicht für die Umwandlung in Street View verwendet werden können. Für einen virtuellen Rundgang durch Innenräume sind daher entsprechend geeignete 360-Grad-Fotos und Veröffentlichungswerkzeuge erforderlich.
Gibt es laufende Kosten?
Bei einem klassischen, auf Google Maps veröffentlichten 360-Grad-Rundgang sollte man zwischen der einmaligen Dienstleistung des Fotografen und möglichen zusätzlichen technischen Angeboten unterscheiden.
Die Erstellung und Veröffentlichung der Bilder durch einen Dienstleister ist in der Regel eine einmalige Leistung. Google selbst erhebt für das Hochladen von 360-Grad-Bildern nicht einfach eine monatliche Gebühr. Kosten können allerdings entstehen, wenn zusätzliche Software, Hosting oder spezielle Funktionen für einen Rundgang auf der eigenen Website genutzt werden.
Auch Google weist auf seiner Street-View-Seite verschiedene Tools von Drittanbietern hin, die für die Erstellung und Bearbeitung von 360-Grad-Inhalten verwendet werden können. Deren Preise sind jeweils unterschiedlich.
Worauf sollte man beim Angebot achten?
Bei einem Preisvergleich sollte nicht ausschließlich der Endbetrag betrachtet werden. Entscheidend ist, was tatsächlich dafür geliefert wird.
Interessant sind vor allem die Anzahl der Aufnahmepunkte, die Qualität der Kamera, die Bearbeitung der Bilder und die Erstellung der Verbindungen zwischen den einzelnen Standorten. Auch die Veröffentlichung auf Google Maps sollte klar geregelt sein.
Wer einen virtuellen Rundgang für sein Unternehmen erstellen lässt, sollte außerdem darauf achten, dass der Anbieter nicht den Eindruck erweckt, direkt von Google beauftragt oder beschäftigt zu sein. Google weist darauf hin, dass eigenständige Street-View-Dienstleister keine Google-Mitarbeiter sind.
Lohnt sich die Investition?
Ob sich die Kosten lohnen, hängt stark vom Unternehmen ab. Bei einem kleinen Büro, dessen Räumlichkeiten für Kunden kaum eine Rolle spielen, ist ein umfangreicher Rundgang möglicherweise weniger interessant.
Anders sieht es bei einem Restaurant, Hotel, Fitnessstudio, Geschäft oder einer Arztpraxis aus. Dort kann der räumliche Eindruck für die Entscheidung eines Interessenten durchaus relevant sein. Ein virtueller Rundgang vermittelt mehr als ein einzelnes Foto und ermöglicht es potenziellen Kunden, sich bereits vor dem ersten Besuch umzusehen.
Gerade deshalb sollte ein Rundgang nicht möglichst billig produziert werden. Eine überschaubare Zahl hochwertiger Aufnahmen kann sinnvoller sein als eine große Menge schlecht ausgeleuchteter Panoramen.
Was kostet ein guter Google Street View Rundgang?
Für kleinere Unternehmen ist ein Budget von einigen hundert Euro eine realistische Größenordnung. Bei größeren Standorten steigt der Preis mit dem Aufnahme- und Bearbeitungsaufwand. Ein professionelles Angebot sollte deshalb immer auf die tatsächlichen Räumlichkeiten zugeschnitten sein.
Wer mehrere Anbieter vergleicht, sollte nicht nur fragen, was die Aufnahmen kosten. Interessanter ist die Frage, was am Ende tatsächlich enthalten ist. Werden alle wichtigen Räume aufgenommen? Werden die Panoramen miteinander verbunden? Erfolgt die Veröffentlichung auf Google Maps? Gibt es zusätzliche Kosten für Anfahrt oder Bearbeitung?
Sind diese Punkte geklärt, lässt sich wesentlich besser beurteilen, ob der angebotene Preis angemessen ist. Bei einem professionellen virtuellen Rundgang bezahlt man schließlich nicht nur für einzelne 360-Grad-Fotos, sondern für eine vollständige Präsentation der Räumlichkeiten.